Wahlk(r)ampf

In weniger als einem Jahr haben wir die Wahl.  Mit diesem subjektiven Tagebuch, will ich die Ereignis bis in den nächsten Herbst begleiten.


25.11.2016 / Mut zur Wahrheit?

Mut zur Wahrheit?
– oder: Ist politische Inkorrektheit gegenüber politisch Inkorrekten politisch inkorrekt?

Mut zur Wahrheit: Wer derzeit bei der AfD adrett ins rechte Horn bläst, hat gute Chancen auf ein Bundestagsmandat. In diesem Sinn zieht auch die hübsche rechtsliberale Alice Weidel, Mitglied im Bundesvorstand der AfD, mit basisgefälligem Politiker-Bashing durch die Lande.

Dass die promovierte Volkswirtin als ehemalige Inverstmentbankerin und Vermögensverwalterin der bei der AfD-Basis verhassten Elite zuzurechnen ist, scheint im Moment ebenso wenig widersprüchlich, wie die Tatsache, dass die unverheiratete Lesbe ihr Kind in einer homosexuellen Partnerschaft großzieht.

Frau Dr. Alice Weidel, soviel Chuzpe finden wir mutig.

Historia magistra vitae, Frau Doktor! Ernst Röhm haben seinerzeit weder seine Verdienste für die Bewegung noch sein Reichstagsmandat vor der Homophobie seiner Partei zu schützen vermocht.

Dieser Text ist ebenfalls erschienen auf
www.renad.de


23.11.2016 / Frühstart in Berlin

Weder steht der endgültige Wahltermin schon fest, noch hat die SPD einen ernstzunehmenden Kanzlerkandidaten. Der Wahlkampf hat,  Donald Trump sei Dank, trotzdem bereits begonnen.

Trefflicher als Sahra Wagenknecht es heute getan hat, kann man der Regierung ihr größtes Problem nicht in die Wunde reiben.

„Sollte im nächsten Jahr tatsächlich Marine Le Pen französische Präsidentin werden, dann werden Sie wieder alle geschockt sein. Und wahrscheinlich beklagen Sie dann wieder die ‚Verführungsmacht geschickter Populisten und das Zeitalter des Postfaktischen‘. Also, ich muss Ihnen sagen, wenn etwas postfaktisch ist, dann sind das nicht die Emotionen der Menschen, die sich von Ihrer Politik im Stich gelassen fühlen, sondern dann sind das die Lügenmärchen, die Sie ihnen erzählen, um zu begründen, warum diese Politik angeblich alternativlos ist.“

Der Börsensender n-tv, morgens live im Bundestag dabei, diffamiert die Oppositionsführerin bis in die Mittagsnachrichten als linke Populistin. Dann verdrängt eine Botschaft für die vermögende Zielgruppe Wagenknecht aus den Kurznachrichten: Die Betreuungskosten für Haustiere sind fürderhin als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzbar.

afd_wmk_11-2017-01Nächste Woche habe ich einen Termin in Wendershausen. Der Herr Stefan Wild, vermutlich Direkt-Kandidat der AfD, weiß noch nichts von seinem Glück. Will mich jemand begleiten?


 

 

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